Besenreiser sind feine, oberflächliche Hautvenen. Medizinisch sind sie meist harmlos, viele Frauen und Männer empfinden sie jedoch als kosmetisch störend.

Mit einer modernen Sklerotherapie lassen sich kleine Besenreiser gezielt behandeln. Dabei wird ein Sklerosierungsmittel direkt in das betroffene Gefäß injiziert. Das Gefäß verschließt sich und wird in den folgenden Wochen und Monaten schrittweise vom Körper abgebaut – für ein ebenmäßigeres Hautbild und natürlich schöne Beine.

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Sonnenschutz Vitamin D Mangel: Wie beides zusammenhängt (2026)

Sonnenschutz und eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung werden häufig als Widerspruch wahrgenommen. Gerade die Sorge vor einem möglichen Vitamin-D-Mangel durch Sonnenschutz ist weit verbreitet. Dabei lässt sich beides gut miteinander vereinbaren. 

Vitamin D wird zwar zu einem großen Teil mithilfe von UVB-Strahlung in der Haut gebildet. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir für eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung auf konsequenten Sonnenschutz verzichten müssen. Gerade im Gesicht bleibt ein täglicher UV-Schutz eine der wichtigsten Maßnahmen, um lichtbedingter Hautalterung und UV-bedingten Hautschäden vorzubeugen. 

Das Wichtigste in Kürze

✔ Etwa 80–90 % des Vitamin D werden unter normalen Bedingungen mithilfe von UVB-Strahlung in der Haut gebildet.

✔ Die körpereigene Vitamin-D-Bildung hängt unter anderem von Jahreszeit, Hauttyp, Alter, Aufenthaltsdauer im Freien und bedeckter Hautfläche ab.

✔ Sonnenschutz kann die UVB-Strahlung und damit grundsätzlich auch die Vitamin-D-Synthese reduzieren – ein konsequenter Sonnenschutz führt im Alltag jedoch nicht automatisch zu einem Vitamin-D-Mangel.

✔ In Deutschland ist die körpereigene Vitamin-D-Bildung vor allem zwischen etwa März und Oktober möglich.

✔ Ältere Menschen, Menschen mit dunklerer Haut sowie Personen, die sich wenig im Freien aufhalten, haben ein erhöhtes Risiko für eine Unterversorgung.

✔ Der Vitamin-D-Status lässt sich über den 25-Hydroxy-Vitamin-D-Wert [25(OH)D] im Blut bestimmen.

Der Zusammenhang zwischen Sonnenschutz und Vitamin-D-Mangel

Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine besondere Stellung ein: Nur etwa 10–20 % werden normalerweise über die Ernährung aufgenommen. Der überwiegende Anteil wird mithilfe von UVB-Strahlung in der Haut gebildet.

Daraus entsteht häufig die Sorge, konsequenter Sonnenschutz könne automatisch zu einem Vitamin-D-Mangel führen.

So einfach ist der Zusammenhang jedoch nicht. Die Vitamin-D-Versorgung wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst – unter anderem von Jahreszeit und UV-Index, Hauttyp, Alter, Körpergewicht, Aufenthaltsdauer im Freien, Kleidung sowie individuellen gesundheitlichen Faktoren.

Auch Sonnenschutz beeinflusst die auf die Haut treffende UVB-Strahlung. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass auf einen konsequenten UV-Schutz verzichtet werden sollte, um ausreichend Vitamin D zu bilden.

Wie viel Sonne braucht der Körper für ausreichend Vitamin D?

Das lässt sich nicht pauschal in Minuten angeben.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt als Orientierung, sich zwischen März und Oktober zwei- bis dreimal pro Woche mit Gesicht, Händen und Armen im Freien aufzuhalten. Für die Vitamin-D-Synthese kann bereits eine deutlich kürzere UV-Exposition ausreichen als die Zeit, nach der eine Hautrötung entstehen würde.

Dabei gilt jedoch immer: Ein Sonnenbrand sollte konsequent vermieden werden.

Wie viel UV-Strahlung die Haut tatsächlich erreicht, hängt unter anderem vom UV-Index, Hauttyp, Tageszeit, der bedeckten Körperfläche und der Jahreszeit ab.

“Für die Vitamin-D-Bildung muss aus meiner Sicht nicht auf den Sonnenschutz im Gesicht verzichtet werden. Deshalb empfehle ich meinen Patientinnen und Patienten ganzjährig – 365 Tage im Jahr – einen hochwertigen Breitband-Sonnenschutz mit LSF 50+” – Dr. med. Juliette Runtsch.

Kurze alltägliche Aufenthalte im Freien, bei denen beispielsweise Arme oder Beine nicht vollständig bedeckt oder eingecremt sind, sind etwas anderes als bewusstes Sonnenbaden ohne Sonnenschutz.

Wichtige Einschränkungen dabei:

  • Die Empfehlung bezieht sich auf unbedeckte Haut ohne Sonnenschutz, für kurze, klar begrenzte Zeit
  • Ein Sonnenbrand bringt keinen zusätzlichen Vitamin-D-Effekt, erhöht aber das Hautkrebsrisiko
  • Von Oktober bis März reicht die UVB-Strahlung in Deutschland meist nicht für eine nennenswerte Bildung aus

Blockiert Sonnencreme wirklich die Vitamin-D-Bildung?

Sonnenschutz reduziert die Menge an UVB-Strahlung, die die Haut erreicht, und kann damit grundsätzlich auch die Vitamin-D-Synthese beeinflussen.

Die Situation im Alltag ist jedoch komplexer als unter kontrollierten Laborbedingungen. Sonnencreme wird unterschiedlich dick aufgetragen, einzelne Körperregionen bleiben häufig unbedeckt und Menschen verbringen unterschiedlich viel Zeit im Freien. Wer sich fragt, wie oft man Sonnencreme nachcremen sollte, sollte berücksichtigen, dass ein zuverlässiger UV-Schutz nur dann bestehen bleibt, wenn das Produkt regelmäßig und in ausreichender Menge erneuert wird.

Deshalb bedeutet konsequenter Sonnenschutz nicht automatisch, dass ein Vitamin-D-Mangel entsteht.

Aus meiner Sicht ist es deshalb nicht sinnvoll, aus Sorge vor einem Vitamin-D-Mangel auf Sonnenschutz zu verzichten. Besteht ein erhöhtes Risiko für eine Unterversorgung oder ein konkreter Verdacht, lässt sich der Vitamin-D-Status über eine Blutuntersuchung wesentlich zuverlässiger beurteilen.

Wer hat ein erhöhtes Risiko für niedrige Vitamin-D-Werte?

Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei:

  • älteren Menschen, da die Fähigkeit der Haut zur Vitamin-D-Synthese mit zunehmendem Alter abnimmt
  • Menschen mit dunklerer Haut
  • Personen, die sich nur wenig im Freien aufhalten
  • Menschen, deren Haut im Alltag weitgehend durch Kleidung bedeckt ist
  • bestimmten chronischen Erkrankungen oder Medikamenten, die den Vitamin-D-Stoffwechsel beeinflussen
  • eingeschränkter Mobilität oder Pflegebedürftigkeit

 

Hinzu kommt die Jahreszeit: In Deutschland ist die körpereigene Vitamin-D-Bildung aufgrund der geringeren UVB-Strahlung im Winter deutlich eingeschränkt.

Säuglinge benötigen zusätzlich Vitamin D

Säuglinge stellen eine Besonderheit dar. Sie sollen keiner direkten intensiven Sonnenstrahlung ausgesetzt werden und erhalten deshalb unabhängig von ihrer Ernährung eine Vitamin-D-Prophylaxe.

In Deutschland werden hierfür üblicherweise 400–500 IE Vitamin D täglich empfohlen. Die genaue Dauer richtet sich nach Alter und Jahreszeit und sollte entsprechend der kinderärztlichen Empfehlung erfolgen.

Kann Vitamin D über die Ernährung aufgenommen werden?

Ja – allerdings trägt die Ernährung bei den meisten Menschen nur einen vergleichsweise kleinen Anteil zur Vitamin-D-Versorgung bei.

Zu den natürlichen Vitamin-D-Quellen gehören insbesondere fettreiche Fische, Eier und bestimmte Speisepilze. Bei fehlender körpereigener Vitamin-D-Bildung nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung für Erwachsene einen Schätzwert von 20 µg beziehungsweise 800 IE Vitamin D pro Tag.

Dieser Wert ist ausdrücklich für die Situation gedacht, in der keine relevante körpereigene Vitamin-D-Bildung stattfindet.

Ein Solarium ist keine sinnvolle Alternative. Künstliche UV-Strahlung erhöht das Risiko für UV-bedingte Hautschäden und Hautkrebs und sollte nicht zur Verbesserung der Vitamin-D-Versorgung genutzt werden.

Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels sind unspezifisch

Ein Vitamin-D-Mangel kann lange ohne eindeutige Beschwerden bestehen. Symptome wie Müdigkeit, Muskelschwäche oder Knochenschmerzen sind unspezifisch und können zahlreiche andere Ursachen haben.

Ein Vitamin-D-Mangel lässt sich deshalb nicht zuverlässig anhand von Symptomen feststellen. Bei begründetem Verdacht oder erhöhtem Risiko kann eine Bestimmung des 25(OH)D-Werts sinnvoll sein.

Wie wird ein Vitamin-D-Mangel festgestellt?

Der Vitamin-D-Status wird anhand der Konzentration von 25-Hydroxy-Vitamin D [25(OH)D] im Blut beurteilt.

Dabei ist eine wichtige Unterscheidung notwendig: Ein Wert unter 50 nmol/l bedeutet nicht automatisch einen Vitamin-D-Mangel. Nach der vom Robert Koch-Institut verwendeten Klassifikation gelten Werte unter 30 nmol/l als mangelhafte und Werte zwischen 30 und unter 50 nmol/l als suboptimale Versorgung.

Wenn Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel bestimmen lassen möchten, ist eine entsprechende Blutuntersuchung auch direkt bei Aesthetic by nature in München-Pasing möglich. Die Kosten werden von privaten Krankenversicherungen je nach individuellem Tarif häufig übernommen; eine Kostenübernahme kann jedoch nicht garantiert werden und sollte im Zweifel vorab mit der eigenen Versicherung geklärt werden.

Sonnenschutz und Vitamin-D-Versorgung schließen sich nicht aus

„Für mich gibt es keinen Grund, aus Sorge vor einem Vitamin-D-Mangel auf konsequenten Sonnenschutz zu verzichten. Gerade das Gesicht empfehle ich meinen Patientinnen und Patienten an 365 Tagen im Jahr mit einem hochwertigen Breitband-Sonnenschutz mit LSF 50+ zu schützen. Die Vitamin-D-Versorgung hängt von vielen weiteren Faktoren ab und lässt sich bei Bedarf über eine Blutuntersuchung objektiv beurteilen.“ — Dr. med. Juliette Runtsch

Im Alltag bedeutet das nicht, dass jede freie Hautstelle bei jedem kurzen Aufenthalt im Freien zwingend eingecremt sein muss. Ein kurzer Weg zu Fuß oder zehn Minuten mit dem Fahrrad mit unbedeckten Armen ist etwas anderes als längere, intensive UV-Exposition oder bewusstes Sonnenbaden.

Für längere Aufenthalte im Freien bleiben Sonnenschutz, schützende Kleidung, Schatten und das Vermeiden intensiver Mittagssonne die entscheidenden Maßnahmen.

Fazit

Ein guter Vitamin-D-Status und konsequenter Sonnenschutz schließen sich nicht gegenseitig aus. Vitamin D wird überwiegend mithilfe von UVB-Strahlung in der Haut gebildet. Daraus folgt jedoch nicht, dass auf Sonnenschutz verzichtet oder bewusst ungeschützt Sonnenlicht gesucht werden sollte.

Insbesondere im Gesicht bleibt für mich ein täglicher Breitband-Sonnenschutz mit LSF 50+ das ganze Jahr über Standard.

Wer aufgrund von Risikofaktoren oder Beschwerden eine Vitamin-D-Unterversorgung vermutet, sollte nicht mit zusätzlicher ungeschützter Sonnenexposition experimentieren, sondern den Vitamin-D-Status bei entsprechender Indikation bestimmen und eine notwendige Supplementierung individuell besprechen lassen.

FAQ

Wie lange dauert es, bis sich ein Vitamin-D-Mangel durch Supplementierung wieder normalisiert?
Wie schnell sich ein Vitamin-D-Mangel ausgleichen lässt, hängt unter anderem vom Ausgangswert, der gewählten Dosierung und individuellen Faktoren ab. In der Regel benötigt der Körper mehrere Wochen bis Monate, um einen bestehenden Mangel auszugleichen und die Vitamin-D-Speicher wieder aufzufüllen.

Ob sich der Wert wie erwartet entwickelt, lässt sich durch eine erneute Bestimmung des 25-Hydroxy-Vitamin-D-Werts [25(OH)D] überprüfen. Ein möglicher Vitamin D Mangel durch Sonnenschutz sollte dabei kein Grund sein, auf einen konsequenten UV-Schutz zu verzichten. Bei einer nachgewiesenen Unterversorgung ist eine gezielte Supplementierung der kontrollierbarere Weg.

 

Kann man Vitamin D überdosieren, wenn man zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einnimmt?
Ja. Eine Vitamin-D-Überdosierung kann durch eine dauerhaft zu hohe Einnahme von Vitamin-D-Präparaten entstehen, nicht jedoch durch die körpereigene Bildung mithilfe von Sonnenlicht.

Für Erwachsene gilt eine tägliche Gesamtzufuhr von 100 µg beziehungsweise 4.000 IE als tolerierbare Obergrenze. Dabei handelt es sich ausdrücklich um eine Sicherheitsgrenze und nicht um eine allgemeine Einnahmeempfehlung. Höhere Dosierungen können bei entsprechender medizinischer Indikation zeitweise sinnvoll sein, sollten jedoch ärztlich begleitet werden.

 

Trägt Tageslicht durch ein Fenster ebenfalls zur Vitamin-D-Bildung bei?
Kaum. Normales Fensterglas lässt den für die Vitamin-D-Synthese entscheidenden Anteil der UVB-Strahlung praktisch nicht hindurch. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung trägt ein Aufenthalt hinter einer Fensterscheibe deshalb kaum zur körpereigenen Vitamin-D-Bildung bei. UVA-Strahlung kann Fensterglas dagegen teilweise durchdringen, spielt für die Vitamin-D-Synthese jedoch keine relevante Rolle.

 

Wie oft sollte der Vitamin-D-Spiegel kontrolliert werden?
Eine pauschale Empfehlung zur regelmäßigen Kontrolle gibt es nicht. Ob und wann eine Bestimmung sinnvoll ist, hängt unter anderem von individuellen Risikofaktoren, einem bereits festgestellten Mangel und einer bestehenden Supplementierung ab. Nach einem nachgewiesenen Vitamin-D-Mangel kann eine erneute Blutuntersuchung nach einigen Monaten sinnvoll sein, um den Verlauf zu beurteilen. Bei unauffälligen Werten und ohne besondere Risikofaktoren sind regelmäßige Routinemessungen in der Regel nicht erforderlich.

 

Wer ist der beste Ansprechpartner für eine Hautberatung rund um Sonnenschutz und Vitamin D in München?
Bei Fragen zu Sonnenschutz, Hautgesundheit und Vitamin-D-Versorgung ist eine medizinisch differenzierte Beratung sinnvoll. Dabei sollte weder die Bedeutung eines konsequenten UV-Schutzes unterschätzt noch aus Sorge vor einem Vitamin-D-Mangel unnötig auf Sonnenschutz verzichtet werden.

Bei Aesthetic by nature in München-Pasing steht die langfristige Hautgesundheit im Mittelpunkt. Auch eine Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels über den 25-Hydroxy-Vitamin-D-Wert [25(OH)D] ist direkt in unserer Praxis möglich.

Die Blutuntersuchung wird als privatärztliche Leistung abgerechnet. Eine Erstattung durch eine private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung kann je nach individuellem Tarif möglich sein, kann von Aesthetic by nature jedoch nicht garantiert werden. Gesetzlich Versicherte können die Untersuchung selbstverständlich ebenfalls als Selbstzahlerleistung in Anspruch nehmen.

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